Musikalisch umrahmt wurde diese Sonntagsmesse von den „Freizeitlosen“ – die mit Ihren berührenden Klängen für eine feierliche Atmosphäre sorgten. Zu Beginn der hl. Messe erklärte Lucia Tschofen, in sehr interessanter Weise, welche Bedeutung der hl. Wolfgang für Bürs hat und wir erhielten Einblick in einige Stationen seines Lebens.
Der hl. Wolfgang wurde im Jahre 924 – also vor 1.100 Jahren - in Pfullingen geboren. Da er ein auffallend kluges Kind war, durfte er die Klosterschule auf der Bodenseeinsel Reichenau besuchen. Sein Weg führte ihn dann nach Trier wo er die Leitung der Domschule übernahm. Nach dem Eintritt in das Benediktinerkloster im Schweizerischen Einsiedeln wurde er 968 zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren wirkte der hl. Wolfgang als Glaubensbote und war wegen seiner Menschenfreundlichkeit, Güte, Bescheidenheit und Fürsorge ausgesprochen beliebt. 972 wurde er zum Bischof von Regensburg geweiht, wo er 22 Jahre überaus segensreich und umsichtig wirkte.
Der hl. Wolfgang selbst hat auch eine Kirche erbaut – deshalb zählt auch das „Beil“ zu seinen Attributen. Zur Erholung verbrachte er auch öfters und gerne Zeit in Österreich, so z.B. am Wolfgangsee. Verstorben ist er am 31.10.994 im oberösterreichischen Pupping. Das Grab vom hl. Wolfgang befindet sich in Regensburg. Ihm zu Ehren wurde die Wolfgangskapelle auf dem Weg nach Bürserberg auf der Spial erbaut. Der sich dort befindliche sehr wertvolle Altar wurde dann in die Bürser Friedenskirche gebracht und dem hl. Wolfgang geweiht – wo wir ihn bei jeder Messe bewundern dürfen.
Nach der Lesung aus dem Buch Jesaia hörten wir das Evangelium nach Markus 10,35-45, wo die Jünger, Jakobus und Johannes, Jesus bitten, in seinem Reich zu seiner Rechten und Linken Seite sitzen zu dürfen. Doch Jesus gibt Ihnen zur Antwort - diese Plätze habe nicht er zu vergeben.
Mladen erklärte uns in seiner Predigt, dass ein Gegenstand in der Hand verschiedener Menschen ganz Unterschiedliches bewirkt, so z.B. das Schwert in der Hand von Soldaten bringt Leid und Schmerz, das Schwert hingegen damals in der Hand vom hl. Martin hat gewärmt, beschützt und Liebe gegeben. Die Axt in der einen Hand kann Schaden und Zerstörung bringen durch die Axt jedoch in der Hand des hl. Wolfgang wurde den Menschen eine Kirche erbaut. Es geschieht immer alles zur rechten Zeit – und jeder bekommt den richtigen Gegenstand in die Hand gelegt – aber nicht dann wenn wir es wollen, sondern dann wenn Gott es will. Das war schon so zu der Zeit von Jakobus und Johannes im Evangelium, wie auch in der Zeit vom hl. Wolfgang und gilt auch heute noch für uns alle.
Im Anschluss an die Messe wurden von den Firmlingen im Rahmen der Aktion „Missio“ feine Pralinen verkauft.
Angelika Stutz